Mündelgeldveranlagung

Mündelgelder sind Vermögenswerte, die von einem Vormund für ein Mündel zu veranlagen sind. Der Gesetzgeber schreibt für diese Form der Veranlagung einen besonderen rechtlichen Rahmen vor um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten.

Bei uns in Österreich regeln die §§ 230a bis 230d ABGB die Veranlagung von Mündelgeld. Laut einer Entscheidung des OGH bewirkt das im § 230 Abs 1 ABGB verankerte Handlungsgebot, Geld eines Minderjährigen „möglichst fruchtbringend“ anzulegen, die Gleichrangigkeit der in den §§ 230a bis 230e ABGB näher behandelten Anlegungsarten. Das Pflegschaftsgericht ist somit dann verpflichtet, die Anlegung des Mündelgelds auf eine andere als die in den §§ 230a bis 230e ABGB umschriebenen Weise zu genehmigen, wenn dies den Grundsätzen einer wirtschaftlichen Vermögensverwaltung entspricht. Ob diese Voraussetzungen zutreffen, ist an Hand der Umstände des Einzelfalls zu prüfen. Maßgebend wir dabei sein, ob auch ein Fachmann auf dem Gebiet der Vermögensverwaltung sein Geld auf die vom gesetzlichen Vertreter vorgeschlagene Weise anlegen würde (RS OGH 1999/03/23 1Ob40/99k; 5Ob139/00b).

Wir unterstützen Sie, den gesetzlichen Auftrag bei der Veranlagung von Mündelgeldern zu erfüllen, helfen Ihnen bei der Auswahl und wickeln alles für Sie ab.